Wir über uns

 

Vor 25 Jahren wurden das itr und das lik zur Behandlung der Teilleistungsstörungen Rechenschwäche und Legasthenie gegründet.
Eine besondere Herausforderung stellte Rechenschwäche (Arithmasthenie, Dyskalkulie) dar. Der bis 1988 übliche Umgang mit tiefgreifenden Rechenstörungen war: Üben, üben, üben – er führte nicht zum Erfolg, weil bei tiefgreifenden Rechenproblemen andere gedankliche Strukturen als bei „Durchschnittsrechnenden“ benutzt werden.

Bild Vorher Nachher

Das itr leistete mit seinem schulstoffunabhängig arbeitenden Lerntherapieansatz Pionierarbeit zur erfolgreichen Behandlung von Rechenschwäche: Das 1988 entwickelte und seither fortlaufend ausgebaute Therapieprogramm Mathematik ist in eine integrative kognitionspsychologische Methodik eingebettet. Die Wirksamkeit der Therapien führte zur Gründung von weiteren Standorten.

Seither wurden viele Hundert Therapien erfolgreich abgeschlossen, viele Therapeutinnen aus- und weitergebildet und der therapeutische Ansatz kontinuierlich weiter entwickelt. Die hohe Qualität wird durch den fachlichen Austausch innerhalb und unter den Teams  ermöglicht und ergänzt durch Supervisionen und Fortbildungen.
So konnten wir uns zusätzlich zu den Therapien im Grundschulalter auch zu Spezialistinnen für Therapien, die aus dem üblichen Rahmen fallen, entwickeln: Kinder, die schon vor der Einschulung auffallen z.B. aus Grundschulförderklassen, Kinder aus der Förderschule, Jugendliche aus Haupt-, Realschule oder Gymnasium bis in die Oberstufe, Erwachsene, die sich schon aufgegeben hatten, Kinder die an AD(H)S leiden, hochbegabte junge Menschen, Kinder und junge Menschen, die an mehreren Störungen gleichzeitig leiden usw.

Unser Ziel ist, dass die Kompetenz erreicht wird, selbstständig und gemäß den eigenen Berufs- und Bildungsvorstellungen mathematische Informationen verarbeiten zu können. Wir denken bei Therapien im Primarschulbereich bereits an das Berufsleben und an den Schulstoff höherer Klassen und legen die Grundlagen dafür.
Das ist auch noch möglich, wenn junge Erwachsene bemerken, dass sie im Beruf  nicht selbstständig rechnen können.

geom formen

Das ist nur durch eine am einzelnen Kind orientierte Vorgehensweise möglich. Wir stellen uns konsequent auf die Denk- und Fühlprozesse des einzelnen Kindes oder Jugendlichen ein und gestalten die therapeutische Vorgehensweise so, dass entsprechend der Persönlichkeitsstruktur und dem Entwicklungsstand eine realistische Chance besteht, das entsprechende Entwicklungsziel zu erreichen. Jede Therapie wird individuell gestaltet. Dazu ist eine fundierte psychotherapeutische und mathematische Ausbildung und Supervision notwendig.

Die intensive Auseinandersetzung mit der logisch-mathematischen Entwicklung führte zu Aktivitäten in der Prävention und Forschung. Einige Therapeutinnen gründeten 2005 den gemeinnützigen Verein proLogika, der sich einer kompetenten Frühförderung widmete. Dessen Aktivitäten in Fortbildung und Beratung von Erzieherinnen und Lehrerinnen sowie in der Entwicklung theoretischer Ansätze können durch die Gründung des gemeinnützigen Vereins BLICKWECHSELN effektiv mit dem Fachwissen aus der therapeutischen Tätigkeiten an einem Ort verknüpft werden.
Das 2005 entwickelte Förderkonzept für Vorschulkinder, das vor allem eigene Spielaktivitäten der Kinder und Alltagshandlungen aufgreift, wird momentan weiter ausgebaut für Waldkindergärten und für das Kleinkindalter von 0 bis 3 Jahren. Dazu fanden 2013/14 Filmstudien in Zusammenarbeit mit der Kindervilla Alexanderpark statt.